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Ghetto-Tango

10,00 €

Inhalt:
 
1. Arbetlose-Marsch
2. Es brent
3. Hungerik dajn kezele
4. Jissrolik
5. Mach zu di ejgelech
6. Mir lejbn ejbig
7. Mojsche halt sich
8. Schpil she mir a tango
9. Sog nsicht kejnmol
10. Zi darf ess asoj sajn
 
Zum Hintergrund: In einer Situation, die von Todesgefahr geprägt ist, wagten die Musiker und Dichter in den osteuropäischen Ghettos etwas Unmögliches: Sie produzierten Unterhaltung für Menschen, die eigentlich nicht getröstet werden konnten, Ablenkung für jene, die dem eigenen Tod entgegen sahen. Doch sie taten mehr als das. Sie gaben den Menschen, die ihre Konzerte besuchten, ein Gefühl der Würde und der Hoffnung zurück. Und ihre Lieder waren ein Ausdruck von Widerstand, auch wenn die offiziellen Stellen sie duldeten oder sogar förderten.
Zunächst sahen viele das anders. Bei der Ankündigung des ersten Konzertes im Ghetto von Vilna, verteilte der Sozialistische Bund Flugblätter mit dem Slogan "Ojf a besojlem schpilt men nit ken teater" (Auf dem Friedhof spielt man kein Theater). Doch bereits nach kurzer Zeit waren die Plakate und Handzettel verschwunden und so wie in Vilna wurden in fast allen jüdischen Ghettos Osteuropas, in  Warschau, Krakau, Lodz und Bialystok offene Konzerte für ein wachsendes Publikum gegeben. Dem Tango kam dabei eine Schlüssel-Rolle zu. In ihm verbanden sich die musikalische Melancholie des argentinischen Tangos mit der harten sozialen Realität von Unterdrückung und Verfolgung, die in den jiddischen Texten zum Audsruck kommt.