Das Sklavenschiff
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Inhalt:
Das Sklavenschiff
Die schlesischen Weber
Donna Clara
Das Fräulein stand am Meere
Heinrich Heine
Sie erlischt
Zur Beruhigung
Weltlauf
Aus dem Vorwort:
Zuckererbsen für jedermann! In dieser Parole aus "Deutschland ein Wintermärchen" ist im Kern die gesellschaftspolitische Vision des utopischen Sozialisten Heinrich Heine enthalten. Dieser wollte vor allem zweierlei: Freiheit und soziale Gerechtigkeit. Wenn er aber Freiheit meinte, dann nicht nur die politische. Er wollte zugleich die sinnliche Befreiung des Menschen und er wollte eine Gesellschaft, in der alle Menschen sich mit Leib, Geist und Seele an den Genüssen der Welt erfreuen konnten. Er wollte das, was der Philosoph Herbert Marcuse mehr als hundert Jahre später als die "Versöhnung des Realitätsprinzips mit dem Lustprinzip" bezeichnte. Deshalb forderte Heine auch mehr als einfach nur Brot:
Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen, Myrten, Schönheit und Lust
Und Zuckererbsen nicht minder.
Heinrich Heine bekämpfte den trübsinnigen, mageren, sinnenfeindlichen, übergeistigen Judäismus der Nazarener, welcher die Sinnenfreude des klassischen Griechenlands, nämlich die hellenische Heiterkeit, Schönheitsliebe und blühende Lebenslust beseitigt hatte. Nicht auf das Jenseits sollte der Mensch vertröstet werden, sondern bereist im Diesseits sollte er glücklich sein.
Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.
Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit euch
Die seligsten Torten und Kuchen.
Heine hat bis an sein Lebensende unermüdlich für seine Ziele gekämpft und hat das getan, was er einst als seine "Doktrin" postuliert hatte:
Schlage die Trommel und fürchte dich nicht,
Und küsse die Marketenderin!
Das ist die ganze Wissenschaft,
Das ist der Bücher tiefster Sinn.
Und Heinrich Heine hat eines seiner größten Versprechen gehalten:
Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!